Diejenigen, die meinen Ausführungen auf dieser Seite regelmäßig folgen, mögen sich vielleicht einige Einträge zuvor bezüglich meiner Erläuterungen den indischen Metal betreffend gefragt haben, wo der Deska sich nur ständig die ganze Scheiße aus dem Hirn zaubert, aber ich habe auch hierbei weder Kosten noch Mühen gescheut, dieses zugegebenermaßen heikle und von manchen nicht für voll genommene Thema weiter zu verfolgen. Und jetzt kommt's. Haltet euch fest. Wer noch nicht sitzt, bitte vor dem Weiterlesen jenes unbedingt nachholen. Schickt die Kinder und die Oma raus. Denn ich war..... *Spannung* ....... *Trommelwirbel* ...... auf'm Sepultura-Konzert! Leck-mich-am-Arsch! Da fährt man extra auf den sympathischen Subkontinent, um sich mal gehörig die Hirnwindungen reinkarnieren zu lassen und platzt dabei zufällig in die allererste Indien-Tour einer der Metal-Größen seiner Jugend rein. Ok, die Sepultura-Jungs hatten wohl auch schon eine eher schlampig durchgeführte Reinkarnation hinter sich, denn von den Herrschaften aus den guten alten Chaos AD-Tagen waren nur noch zwei anwesend. Das hat man davon, wenn man sich wider besseres Wissen auf kambodschanische Billig-Reinkarnationen einlässt. Aber nichtsdestotrotz wissen die Brasilianer, wo ihre roots liegen, nämlich in der bereits erwähnten indischen Metal-Bewegung der späten vierziger Jahre.
Das ganze Event schimpfte sich Kingfisher Metal Fest, und so hoffte ich dann auch stilgerecht auf dem Festivalgelände ausreichend mit Kingfisher-Bier versorgt zu werden. Dem war leider keineswegs so, aber man wundert sich ja mittlerweile bezüglich Bier in Indien über nichts mehr. Hauptsponsor ist der größte Bierkonzern und man bekommt auf dem ganzen Platz keinen Tropfen Gerstenbrause. Dafür schien es wohl irgendwo einen Stand mit lecker Marihuana gegeben zu haben, denn egal wo man sich aufhielt, roch es ganz prima nach Sportzigarette. Doch nun zum Wesentlichen, dem Köpfeschütteln. Nach vier aufeinander folgenden Abtastkontrollen von zusehends mehr nach indischem Militär ausschauendem Wachpersonal, einer der Abtaster trug sogar Schlagstock und einen schicken dunkelgrünen Einsatzhelm, durfte ich dann auch endlich das Bühnenareal betreten und es begrüßte mich bereits die lokale Vorgruppe Brahma unter Leitung DER indischen James Hetfield-Imitation Nummer eins mit dem Metallica-Klassiker the memory remains.
Ich muss gestehen, dass der gute Mann auch stimmlich wirklich dicht am Original dran war, Chapeau. Leider waren insbesondere die Hammett- und Ulrich-Äquivalente deutlich weiter davon entfernt. Als nach einer kurzen Umbaupause die Headliner um 19:20, hinter das indische Zeitmanagement werde ich wohl niemals blicken, dann mit refuse/resist eröffneten, war die Welt fast endgültig in Ordnung. Super Show, super Mucke, aber irgendwie fehlt der Zottel-Cavalera mir schon. Nix gegen den Neuen, doch Sepultura ist halt Max Cavalera, und umgekehrt.
Den könnten sie ruhig mal wieder in seine alte Position karnieren. Erschreckendes wurde jedoch beim Wasserlassen offenbart. Hin und wieder drängt sich ja immer noch der Verdacht auf, dass es sich bei Indien um ein so genanntes Schwellenland handele. Doch ich konnte nun den untrüglichen Indikator dafür entdecken, dass uns die Inder bereits unbemerkt deutlich im Industrienationen-Ranking überholt haben. Quälen sich in Deutschland weiterhin jährlich Hunderttausende Musikinteressierter durch knöcheltief verkotete Dixies, so geniest der indische Metalfan bereits den Luxus von Plastikzellen mit Blickschutz auf den berüchtigten Kegel, Wasserspülung und Waschbecken.
Oder erfreuen sich hier Menschen, die derart perfektioniert köpfeschütteln, einfach eines besonders hohen Ansehens und wird ihnen daher mit Annehmlichkeiten umschmeichelt? Um 21:13 war dann Schluss. Und merke: Metal-interessierte Inder tragen keinen Schnäuzer.
Das ganze Event schimpfte sich Kingfisher Metal Fest, und so hoffte ich dann auch stilgerecht auf dem Festivalgelände ausreichend mit Kingfisher-Bier versorgt zu werden. Dem war leider keineswegs so, aber man wundert sich ja mittlerweile bezüglich Bier in Indien über nichts mehr. Hauptsponsor ist der größte Bierkonzern und man bekommt auf dem ganzen Platz keinen Tropfen Gerstenbrause. Dafür schien es wohl irgendwo einen Stand mit lecker Marihuana gegeben zu haben, denn egal wo man sich aufhielt, roch es ganz prima nach Sportzigarette. Doch nun zum Wesentlichen, dem Köpfeschütteln. Nach vier aufeinander folgenden Abtastkontrollen von zusehends mehr nach indischem Militär ausschauendem Wachpersonal, einer der Abtaster trug sogar Schlagstock und einen schicken dunkelgrünen Einsatzhelm, durfte ich dann auch endlich das Bühnenareal betreten und es begrüßte mich bereits die lokale Vorgruppe Brahma unter Leitung DER indischen James Hetfield-Imitation Nummer eins mit dem Metallica-Klassiker the memory remains.
Ich muss gestehen, dass der gute Mann auch stimmlich wirklich dicht am Original dran war, Chapeau. Leider waren insbesondere die Hammett- und Ulrich-Äquivalente deutlich weiter davon entfernt. Als nach einer kurzen Umbaupause die Headliner um 19:20, hinter das indische Zeitmanagement werde ich wohl niemals blicken, dann mit refuse/resist eröffneten, war die Welt fast endgültig in Ordnung. Super Show, super Mucke, aber irgendwie fehlt der Zottel-Cavalera mir schon. Nix gegen den Neuen, doch Sepultura ist halt Max Cavalera, und umgekehrt.
Den könnten sie ruhig mal wieder in seine alte Position karnieren. Erschreckendes wurde jedoch beim Wasserlassen offenbart. Hin und wieder drängt sich ja immer noch der Verdacht auf, dass es sich bei Indien um ein so genanntes Schwellenland handele. Doch ich konnte nun den untrüglichen Indikator dafür entdecken, dass uns die Inder bereits unbemerkt deutlich im Industrienationen-Ranking überholt haben. Quälen sich in Deutschland weiterhin jährlich Hunderttausende Musikinteressierter durch knöcheltief verkotete Dixies, so geniest der indische Metalfan bereits den Luxus von Plastikzellen mit Blickschutz auf den berüchtigten Kegel, Wasserspülung und Waschbecken.
Oder erfreuen sich hier Menschen, die derart perfektioniert köpfeschütteln, einfach eines besonders hohen Ansehens und wird ihnen daher mit Annehmlichkeiten umschmeichelt? Um 21:13 war dann Schluss. Und merke: Metal-interessierte Inder tragen keinen Schnäuzer.
2 Kommentare:
Ich glaube Max Cavalera hat sich einfach ein bisschen verreinkaniert.. und ist statt neu bei Sepultura, alt bei Soulfly gelandet. Aber wenigstens ist es Ihm nicht alleine passiert und seinem Brüderchen ist das gleiche Missgeschick unterlaufen. So hat man dann auch mal Gelegenheit als Saarländer den Herren Cavalera vor unglaublichen 250 Leuten in Saarburg zu treffen oder auch vor unwesentlich mehr in einer ehemaligen Saarbrücker Fordgarage..
Thema Einraum: Halte durch Jan, ich bin dran!! Auf einer unermüdlich und harte Feinkost-Einraum-6Null3-Markt-Garage-Jerome Tour konnte ich der netten Bedienung im Einraum Deinen Vorschlag näher bringen! Sie meinte mit Dir als Franchisenehmer sollte sich da doch dort etwa machen lassen. Bleibt ja nur noch nach HOM zu fahren um über die nötige Flüssigversorgung zu verhandeln...
Kleiner Nachtrag zum Thema Kopfschütteln - ist mir gestern in meinem indischen Kochbuch begegnet: "Schüttelt das Gegenüber beim Smalltalk stets mit dem Kopf, ist das gut - man versteht mich. Kurzes, starkes Kopfschütteln aber heißt: nein. Doch das ist selten in Indien."
Na also, ist doch ganz einfach! Man muß nur die Schüttelfrequenz richtig einschätzen!! Sepulturageschwindigkeit: ein eindeutiges Nein, pseudo-Metallicaspeed - ei joo!
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